Zinsen verdienen mit Krypto Staking

Blockchain ist gerade wieder voll im Trend und die Kurse vieler Coins befinden sich gerade im Höhenflug. Daher möchte ich mich mit diesen Blogeintrag mit dem sogenannten Staking auseinandersetzen.

Was ist Staking? Unterschied Proof-of-Work and Proof-of-Stake

Wie bei klassischen Finanzinstrumenten kann man mit Hilfe von Staking “Zinsen” für das angelegte Geld verdienen. Beim Staking werden Coins sozusagen eingesperrt bzw “gelocked” und eingesetzt, um Validator Knoten im Netzwerk laufen zu lassen, die wiederrum Transaktionen verifizieren. Für diese Arbeit werden die Validatoren in Form von Ausschüttungen belohnt. Zum Beispiel kann man auch in ETH seine Coins staken, allerdings werden diese Coins auf ungewisse Zeit geblockt, bis der Merge stattgefunden hat (Mehr dazu bei Ethereum). Ethereum arbeitet derzeit noch auf dem Proof-of-Work Konzept statt, d.h. Transaktionen werden noch mittels komplexen algorithmischen Berechnungen validiert und der Validator der das Problem als Erstes gelöst hat, erhält dann letzendlich die Belohnung. Im Gegensatz dazu werden beim Proof-of-Staking Transaktionen zufällig an Validatoren weitergeleitet, die diese Transaktionen letzendlich validieren müssen und dafür werden die Validatoren letzendlich belohnt.

Staking Pools oder selber staken?

Einen eigenen Staking Validatorknoten laufen zu lassen ist leider nicht ohne Weiteres möglich. Bei ETH ist es beispielsweise notwendig ganze 32 ETH zu staken, um einen vollständigen Validatorknoten laufen lassen zu können. Beim aktuellen ETH-Preis von 3911€ pro ETH ergibt das eine Gesammtsumme von 125152€ um einen Knoten zu betreiben. Da ist schon eine beachtliche Summe nur um einen Knoten zu betreiben, daher gibt es Alternativen und zwar ist es möglich über Services größerer Unternehmen seine eigenen Coins über einen Pool zu staken. Das heißt man stellt die eigenen Coins dem Pool zur Verfügung und der gesamte Pool wird dann verwendet um einen Knoten zu betreiben. Dafür erhält man anteilig auch die Zinsen gutgeschrieben. Auf fast allen größeren und bekannten Kryptobörsen können die Coins problemlos gestaked werden und man erhält dafür regelmäßig Zinsen gutgeschrieben.

Staking Pools sind Plattformen, die sich auf das Staking von Kryptowährungen spezialisiert haben. Vorteil solcher Dienste ist die einfache Handbarkeit und das bequeme Staking von Kryptowährungen. Die technischen Details bleiben einen verborgen und über Slashing Strafen müssen wir uns als Pool-Member direkt keine Sorgen machen. Den Preis den wir für diese Bequemlichkeit zahlen sind Provisionsgebühren auf die erhaltenen Zinsen, die sich zwischen 15-25% je nach Plattform bewegen.

Wie hoch sind die Renditen beim Staking?

Bei ETH Staking kann man zurzeit eine Rendite von 4-6% p.a erzielen. Das APR hängt stark vom der insgesamt “staked” Coins, je mehr Coins im Staking Protokoll hinterlegt sind, umso niedriger ist die APR. Zurzeit sind ca. 8450000 ETHs im Staking.
Einige Stakebare Kryptowährungen:

  • Polkdadot
  • Ethereum
  • Cardano
  • Solana
  • Flow

Die Rewards bewegen sich bei den Kryptowährungen von 4 bis 30% und mehr.

Risiken beim Staking

Diese sehr hohen Gewinnraten wirken auf den ersten Blick sehr verlockend, aber bevor Du dich entscheidest deine Coins zu staken solltest du dich intensiv mit der Materie und der Blockchain auseinandersetzen.

Slashing für unkonformes Verhalten eines Knotenbetreibers. Viele Protokolle haben Regelungen eingeführt, die einen Knoten slashen oder anders ausgedrückt bestrafen können, wenn diese gegen die Regeln verstoßen. Beispielsweise bei zu langen offline Zeiten, dann kann das Protokoll ein Teil der hinterlegten Coins beschlagnahmen aus Folge des regelwidrigen Verhaltens. Dieses Risiko betrifft eigentlich eher nur Knotenbetreiber, der Größteil wird wahrscheinlich in Pools investieren und daher von dem Risiko nicht betroffen sein.

Kryptowährungen sind extrem volatil. Starke Kurskorrekturen sind Alltag und damit muss gerechnet werden und an einen einzigen Tag können all die Gewinnzuwächse durch Staking in Luft aufgelöst werden. Das heißt der zugrundeliegende Wert ist nicht stabil und schwankt sehr stark. Für Personen, die sehr empfindlich auf Schwankungen in deren Vermögenswerten reagieren, ist das Staking wahrscheinlich nicht ratsam. Staking ist ratsam für Leute, die ihre Coins langfristig halten und die Coins nebenbei auch etwas arbeiten lassen wollen, damit diese nicht einfach nur rumliegen.

Die Lock Time ist nicht zu vernachlässigen, bei einigen Blockchains werden die staked Coins für eine ungewisse Zeit gesperrt (z.B. ETH) und bei anderen kann es einige Zeit in Anspruch nehmen bis die Coins released sind. Benutzt man Staking Services von Kryptobörsen kann der unlock Prozess mehrere Minuten in Anspruch nehmen. Bei einen Sell-Runoff passiert es allerdings häufig, dass die Börsen den plötzlichen Anstieg von Transaktionen nicht händeln können und dann sind die Services oftmals für einige Zeit nicht erreichbar. Die Liquidität ist daher sehr eingeschränkt in unruhigen Zeiten. Wer das Geld möglicherweise schnell braucht oder Angst bekommt bei einen Sell-Off, der sollte die Coins nicht staken.

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