Warum sollte ich in Bitcoin investieren?

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Derzeit in aller Munde und ein unaufhaltbares Wachstum, allem vorran Bitcoin und die damit womöglich verbundenen Veränderungen unseres Finanzsystems werde ich in diesem Beitrag kurz beschreiben.

Eine kurze Einführung

Alles hat damals in Japan begonnen als ein sogenannter Satoshi Nakamoto sein Whitepaper zum elektronischen Bezahlsystem veröffentlichte und auch die erste Implementierung des Systems veröffentlichte, wodurch er eine Menge Aufmerksamkeit auf sich zog. Im Paper geht es um ein elektronisches Peer-To-Peer Netzwerk, welches die Notwendigkeit von dritten Finanzinstituten zur Abwicklung der Finanzattraktionen entfernt. Dazu wird eine sogennante Blockchain eingesetzt, die alle ausgeführten Transaktionen, mittels einem Hash-Algorithmus, speichert und damit auch unveränderbar macht. Wer die genaue Beschreibung des System verstehen möchte, den empfehle ich das Whitepaper von Satoshi Nakamoto direkt zu lesen.

Das Team war bis 2010 aktiv, ehe sich Satoshi aus der Entwicklung des System vollständig zurückzog. Trotz dieser Berühmtheit weiß niemand genau, wer Satoshi in Wirklichkeit ist und ob diese Person in Wahrheit tatsächlich existiert. Nichtsdestotrotz wurde die Entwicklung der Technologie von der Community weiter vorangetrieben und es wird behauptet, dass Satoshi bis dato ungefähr eine Million Bitcoin im Besitz hat, diese hätten heute umgerechnet einen Wert von ungefähr 5621745133,22€. Damit hätte ich mich wohl auch aus den Staub gemacht 😛 Bitcoin durchläuft derzeit ein unglaubliche Phase von Höhenflügen und Fortschritten, aber ist die Phase teilweise auch von Ungewissheiten und Problemen geprägt. Die Kryptowährung hat innerhalb eines Jahres eine Wertsteigerung von ca 664€ auf 5639€ hingelegt, was einer Steigerung von ca. 850% enstpricht!

Warum ist Bitcoin so erfolgreich?

Nun die Unterschiede zu unseren jetzigen Finanzsystem liegen darin, dass es sich bei Bitcoin um ein dezentralisiertes Netzwerk handelt, was bedeutet dass es von keiner zentralen Instanz gesteuert oder kontrolliert wird. Die Knoten im Netzwerk bearbeiten und validieren die Transkationen im System, welche dann in die Blockchain gespeichert werden. Die Denzentralisierung bringt zugleich einen weiteren Aspekt zur Gunst der Netzwerkteilnehmer ins Spiel und zwar sind die Transaktionen anonym, denn eine Transaktion in diesem System wird mit keiner Personenindentifikation verknüpft und macht daher die Zahlvorgänge nicht verfolgbar. Zudem wird das System von verschiedenen und auf aller Welt verstreuten Knoteninstanzen aufrechterhalten, was das System vor Einwirkungen durch Regierungen, Banken und anderen Instanzen schützt. Im Gegensatz zu Fiatgeld, welches inflationär ist, was bedeutet dass das Geld über Zeit an Wert verliert, sind die meisten Kryptowährungen deflationär. Es gibt eine vordefinierte Anzahl von Bitcoin, die jemals im Umlauf sein werden, welches die verfügbare Menge an Bitcoins vorausschaubar macht und folglich wird die Währung mit der Zeit wertvoller. Natürlich ermöglicht das dezentralisierte und anonyme Netzwerk, Geld unbemerkt vom Staat zu transferieren und somit von verpflichtenden Steuerzahlungen zu verdecken. Zudem können damit auch Zahlungen für Warenaustäusche getätigt werden, die man im alltäglichen Leben nicht ohne Weiteres durchführen könnte. Das Peer-to-Peer-Netzwerk ist dementsprechend dem Staat ein Dorn im Auge und viele befürchten in naher Zukunft ein Eingreifen des Staates, um dieser Grauzone Herr zu werden. Dies würde natürlich nicht dem Sinne des dezentralisierten Netzwerks entsprechen und wahrscheinlich zu turbulenten Reaktionen auf den Markt führen. Trotz der positiven Eigenschaften von Bitcoin gibt es natürlich auch einige ernstzunehmende Probleme, mit die sich die Community zu beschäftigen hat, damit die Technologie auch in Zukunft bestehen bleiben wird.

Probleme mit Bitcoin

Ziel des Peer-to-Peer Netzwerkes ist es, unnötige Intermediäre auszuschalten und damit Transkationen effizienter zu gestalten. Transaktionen waren mittels Bitcoin zu Beginn sehr günstig, doch hat sich das allerdings schlagartig verändert. So steigen derzeit die Transaktionsgebühren enorm an und auch die Transaktionsbestätigungszeiten schnellen in die Höhe. Wie kommen diese Transaktionsgebühren zustande? Das Netzwerk besteht aus vielen Rechnern, welche die zahlreichen Transaktionen verarbeitet und validiert, dabei entstehen Kosten, die die sogenannten “Miner” in Form von Gebühren und neuen Bitcoins, die sie durch das erfolgreiche Validieren von Transkationen erhalten, abdecken. Daher ist es für den Miner natürlich attraktiver, Transaktionen mit höhreren Transaktionsgebühren zu bevorzugen. Dadurch stauen sich die Transaktionen an und Vorgänge mit nur geringen Gebühren werden in die Warteschlange angereiht, was dazu führt dass der Pool von wartenden Transaktionen immer weiter ansteigt und das treibt die Transaktionskosten weiter in die Höhe, weil Transaktionen einfach mit immer höheren Transaktionsgebühren bestückt werden, um die Bearbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen. In der folgenden Grafik sehen Sie den Pool von unbestätigten Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk. In letzter Zeit ist hier eine signifikante Steigerung zu erkennen, wohlbemerkt in Folge einer höheren Anzahl von Marktteilnehmern und die daraus resultierenden Transaktionen. Dies könnte man nebenbei auch als eine positive Entwicklung wahrnehmen 😉

mempool-größe
Quelle: https://blockchain.info

Die Thematik ist ein ernstzunehmendes Problem, welches die Zukunft von Bitcoin in Frage stellen wird. Allerdings arbeitet die Community derzeit fleißig an möglichen Lösungen, um die Transaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen.

Fazit:

Bitcoin sehe ich derzeit als eine disruptive Technologie mit dem Potential den Finanzmarkt umzuwälzen, insofern die derzeitigen Hürden überwindet werden können. Sollte der Transaktionsdurchsatz verbessert werden können, dann hat Bitcoin ein immenses Wachstumspotential und ich meine die Community liegt nicht tatenlos rum und es gibt bereits mögliche Lösungen wie dieses Problem angegangen werden kann. Bitcoin ist und bleibt erstmal eine extrem spekulative Investition, daher sollte man nur in Bitcoin investieren, wenn man die turbulenten Schwankungen emotional übersteht oder sowieso langfristig orientiert ist und die Währung für eine längere Zeit hält. Ich persönlich finde den Technologieansatz extrem interessant und denke, dass diese Technologie in Zukunft unser Alltag verändern wird. Die Technologie ist noch lange nicht ausgereift und wird noch so einige Probleme bewältigen müssen. Möglicherweise könnte Bitcoin auch von einer Anderen ausgefeilteren Krypowährung ersetzt werden, doch ein Investment ist stets mit Risiken verbunden, daher gilt das Risiko mit der eigenen Risikoaversität zu vereinbaren. Ich persönlich bin mit einen kleinen Anteil in Bitcoin investiert und derzeit beträgt die Rendite meiner Invesition 17%. Die Nummer ist für mich nur nebensächlich, weil ich bei dieser Investition eher langfristig ausgerichtet bin und viel Potential in der Technologie sehe.

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