Über verschiedene Wege deine Finanzen zu optimieren und in Griff zu bekommen

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Jeden Monat haben wir fixe Kosten zu stemmen und ab und zu kommt dann nochmal eine außerplanmäßige Zahlung hinzu und schnurstracks verlieren wir die totale Kontrolle über unsere finanzielle Lage oder müssen uns notfalls sogar einen Kredit besorgen. In diesem Beitrag gibt es einige Tipps wie ein solches Szenario vermieden werden kann oder wie du aus einer solchen Situation hinauskommst.

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten die eigenen Finanzen zu optimieren und zwar können wir an zwei Schrauben drehen, um unsere Finanzlage zu stabilisieren. Wir können also entweder an der Kostenschraube drehen oder an unserer Einkommensschraube.

 

1. An der Kostenschraube drehen

Diese erste Möglichkeit die Finanzen zu optimieren geht über die Kostenschraube. Die Grundessenz besteht darin, die Kosten zu senken um mehr Geld zu behalten und um damit eventuelle außerplanmäßige Kosten abdecken zu können und um Reserven anzusparen. Diese Schraube ist meistens die einfachere Variante, um schnell Geld zu sparen. Meisten werden finanzielle Schieflagen durch zu hohe Konsumausgaben verursacht, daher gilt zunächst zu analysieren wohin unser Geld hinausfließt. Hier scheitert es bereits bei den Meisten und zwar hat der Größteil der Bevölkerung keinen Überblick über die derzeitigen Ausgaben und Kosten. Trifft das bei dir zu und hast du tatsächlich kein Überblick über die eigenen Kosten und Ausgaben? Dann solltest du, bevor du irgendwelche Aktionen startest, die monatlichen Ausgaben und Kosten penibel aufzeichnen und monatlich in einem Haushaltsbuch zusammenfassen. Damit erhälst du erst einen Überblick über Ausgaben und kannst folglich eventuelle Optimierungsstellen identifizieren.

Ein Haushaltsbuch erstellen

Im Internet gibt es viele fertige Excel-Vorlagen mit denen ihr sofort loslegen könntet. Zum Beispiel könnt ihr ein Haushaltsbuch als Desktop-Variante nutzen, die ihr auf euren Computer installiert und dann vom eigenen Rechner aus startet und verwaltet. Für die grundlegenden Aufgaben, aber auch fortgeschrittenen Aufgaben ist dieses Tool sehr gut geeignet. Ich habe es früher selber oft benutzt, allerdings nutze ich zurzeit aber eine eigens erstellte Excel-Vorlage, um meine Finanzen zu tracken. Desweiteren könnt ihr natürlich auch eine Webanwendung benutzen, die euch mehr Flexibilität und Mobilität bietet, das heißt ihr könnt eure Kosten überall hinzufügen und verwalten, insofern ihr eine Internet Verbindung habt. Natürlich gibt es heute bereits auch sehr viele Apps, um die Finanzen zu verwalten. Aufjedenfall ist die Führung eines Haushaltsbuchs essentiell um die eigenen Finanzen zu optimieren. Der Versuch die Finanzplanung ohne Haushaltsbuch zu bewältigen, wäre vergleichbar mit dem Versuch Statistiken ohne Daten berechnen zu wollen. Also erste Aufgabe ist es ein Haushaltsbuch zu führen!

Wo kann ich Kosten reduzieren?

Diese Frage könnt nur ihr selbst beantworten und auch nur dann, wenn ihr einen guten Überblick über Ausgaben und Kosten habt. Führt ihr bereits Buch über eure Ausgaben, dann ist es leicht potentielle Optimierungspunkte zu entdecken. Die Kosten können wir über eine Zweiphasen-Analyse prüfen und zwar prüfen wir zuerst die fixen Kosten, die uns jeden Monat aufgebrummt werden. Beispiele:

  • Versicherungen (z.B. Kfz-Versicherung)
  • Mietkosten oder Tilgung/Zinsen für Kredite
  • Energiekosten
  • Handy-, Internet- und Festnetzrechnungen
  • Abos für Zeitungen, Magazine
  • Mitgliederbeiträge

Hier gilt zu prüfen, welche Verträge überhaupt genutzt werden und welche gekündigt werden können. Existiert zum Beispiel eine Mitgliedschaft für ein Fitnessstudio, welche aber nie benutzt wird, dann sollte diese zum nächstmöglichen Kündigungszeitpunkt gekündigt werden. Oftmals zahlt man für bestimmte Verträge auch einfach zu viel, dann solltest du nach alternativen und günstigeren Anbietern schauen, besonders bei Strom- und Versicherungsanbietern kannst du sehr viel Geld sparen. Ich nutze für den Vergleich von Anbietern das Portal Check24. Auf solchen Vergleichsportalen findest du sehr viele Anbieter, die auch oft mit Bonis werben und dadurch spart man nochmal gute Beträge.

Beispiel: Ein zwei Personenhaushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 kWh kann in Berlin mit einen günstigen Anbieter im Vergleich zum Standardtarif von Vattenfall im Jahr bis zu 250€ Kosten sparen.

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Rainer Sturm  / pixelio.de

Variable Kosten analysieren

Nun schauen wir uns die variablen Kosten an, darunter zählen Ausgaben die monatlich variieren, trotzdem monatlich immer wieder auftauchen, zum Beispiel Ausgaben für Lebensmittel, Getränke, Benzinkosten, Restaurantbesuche, Hygieneartikel, Hobbies, Artzkosten usw. die Liste ließe sich unendlich weiterfortführen. Dieser Bereich ist sehr stark mit dein eigenen Gewohnheiten und dem Alltag verknüpft und erfordert enorme Disziplin, um in diesem Bereich effektiv optimieren zu können und geht teilweise mit Veränderungen im Konsumverhalten einher. Folgende Fragen könnte man sich beispielsweise stellen:

  • Laufe ich ständig den neuen Trends hinterher?
  • Gehe ich oft auswärts essen?
  • Brauche ich den Artikel wirklich?
  • Kann ich mir das Gerät nicht einfach von einem Freund leihen?
  • Muss es immer ein Markenprodukt sein?
  • Vielleicht kann ich mein Fahrrad nutzen, um zur Arbeit zu kommen?
  • Brauche ich wirklich ein eigenes Auto?

Fazit: Kostenseite optimieren

Der schnellere Weg die eigenen Finanzen zu optimieren und letzendlich mehr Geld in der Tasche zu behalten, geht über dem Weg der Kostensenkung im Bereich Konsum und Alltagsleben. Es mag sich zwar anfangs ziemlich einfach anhören, doch der Schein trügt denn um Kosten die im Alltag enstehen zu senken, muss oftmals auch mit Eingriffen im Konsumverhalten und in der Denkweise gerechnet werden und wie wir wissen ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Veränderungen sind verbunden mit Unbequemlichkeiten, wir müssen aus unser Gemütlichkeitszone austreten und genau diesen Punkt empfinden viele als nervig und anstrengend. Wie gesagt, dieser Punkt hat enorm viel Potential um die Finanzen zu optimieren und das Schiff zurück auf Kurs zu bekommen, doch müssen wir auch an uns arbeiten, um an unser Ziel zu erreichen!

 

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Thommy Weiss  / pixelio.de

2. An der Einkommensschraube drehen

Die andere Möglichkeit die Finanzen zu optimieren erfolgt durch die Optimierung auf der Einkommensseite, indem wir zum Beispiel einen besser bezahlten Job suchen oder indem wir uns weiterbilden, um mit dem gewonnenen Wissen einen gut bezahlten Job zu finden. Das bedeutet also dass wir in unser Humankapital investieren. Natürlich ist das kein Zuckerschlecken, es wird viel Durchhaltevermögen und Ehrgeiz in diesem Punkt benötigt. Neue Fähigkeiten müssen erlernt werden, Interviews müssen gehalten werden und es muss der alte Job gewechselt werden. Arbeit ist ein Teil unseres Lebens und ein Wechsel ist zweifellos eine enorme Veränderung in unseren Leben.

Weitere Möglichkeiten an der Einkommensschraube zu drehen, sind beispielsweise Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeiten. Das kannst du dir besonders zu nutze machen, wenn du ein besonderes Talent besitzt und deine Fähigkeiten Anderen zur Verfügung stellst. Was du auch machen könntest, ist das Investieren in verschiedene Anlageformen wie zum Beispiel P2P-Plattformen, ETFs und Aktien, wobei angemerkt sei, dass bei Investitionen nicht unbedingt mit einem rasanten Anstieg auf der Einkommenseite zu rechnen ist. Nehmen wir an, dass wir mittels Investitionen in ETFs eine jährliche Rendite von ungefähr 5% erreichen, dann transformieren wir sozusagen unser Geld, dass wir heute besitzen, in die Zukunft und erhalten für unser Investmentrisiko Mehrwert in Form von Wertsteigerungen und Dividenden zurück. Ein Paradigma, das viele anwenden ist das sogenannte passive Einkommen, was bedeutet dass unser Einkommen ohne viel Zuarbeit, monatlich Zinsauszahlungen generiert, die uns dann monatlich zur Verfügung stehen, um Kosten und Ausgaben zu decken. Das Thema werde ich allerdings in diesem Blog nicht abhandeln, dazu gibt es bereits sehr viele gute Blogs und Artikel. Schlussfolglich können wir sagen, dass es sehr viele Wege gibt, um die Finanzen zu verbessern und es gibt keinen Musterplan, den alle befolgen können, um finanziell besser dazustehen. Man muss die eigenen Stärken und Potentiale kennen und dementsprechend gewisse Schritte unternehmen, um an das Ziel zu kommen.

 

Zusammenfassung:

Generell können wir also unsere Finanzen an zwei Stellen optimieren und zwar an der Kosten- und an der Einkommensseite. Welche Seite wir nun optimieren, muss mit der eigenen Lebenssituation und dem bestehenden Potential betrachtet werden. Zudem musst du neben der Optimierung deiner Finanzen, wahrscheinlich auch an dir selbst arbeiten und du wirst auf so manchen Stolperstein auf dem Weg dahin stoßen. Immer schön am Ball bleiben und du wirst dein Finanzoptimum erreichen 😛

 

 

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