Geld sparen und was für die Umwelt tun

Eine gute Möglichkeit, um deinen Cashflow zu vergrößern, ist z.B. Geld sparen durch Kosteneinsparungen. Kosten einsparen ist einfacher umzusetzen und kann sofort wirken, als im Gegensatz nach neuen Einkommensquellen bzw. einer Einkommenserhöhung zu suchen.

Ich persönlich versuche selber schon sehr stark auf meinen Konsum zu achten, weil ich bemerkt habe, dass ich 80% der Produkte am Ende selten oder gar nicht mehr benutze. Oftmals sind das einfach Impulskäufe oder weil irgendein Reiz dazu geführt hat, dass man am Ende dieses eine Produkt dann doch unbedingt benötigt. Ich habe mal meine Amazon Historie durchgeschaut und viele meiner Bestellungen benötige ich gar nicht mehr oder der Verbleib einiger Produktes ist mir nicht mehr bekannt, möglicherweise sind die bereits im Müll gelandet oder schwimmen sogar vielleicht schon im Ozean rum 🙁

Diese Tipps hat jeder bestimmt schon ein paar mal gehört oder auf anderen Blogs gelesen. Versuche bei einer Kaufentscheidung einfach ein paar Tage vergehen zu lassen, bevor du die Entscheidung entgültig triffst oder auch eine andere Methode ist die Zeitwertkalkulation. Du rechnest den Kaufpreis einfach in zu leistende Arbeitsstunden um, dann überlegt man sich schon, ob man 4 Stunden für neue Schuhe arbeiten will. Durch bewussteren Konsum können wir nicht nur mehr Geld sparen, sondern gleichzeitig auch mehr auf die Umwelt achten, denn vieles was wir kaufen landet am Ende meistens im Müll, in der Mülldeponie, im Ozean oder wird in der Verbrennungsanlage für Energie verbrannt.

Dadurch schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe und zwar kann man Geld sparen, Vermögen aufbauen, weniger Müll produzieren und mehr auf die Umwelt achten. Bitte nicht falsch verstehen, es gibt immer Dinge, die man benötigt und jeder soll das kaufen, was man möchte.

Mir macht es mittlerweilse richtig viel Spaß wenig zu besitzen, weil es einfach aufgeräumter ist und der Kopf ist frei von unnötigen Ballast. Es bereits soweit gekommen, dass ich ein Großteil meiner Reinigungsmittel mit natürlichen Bestandteilen selber herstelle, wie z.B Weichspüler und Spülmittel. Dadurch dass ich meine Reinigungsmittel selber herstelle, gehe ich automatisch auch sparsamer damit um. Es ist unglaublich wie viel Plastik in einen Haushalt allein durch Drogerieartikeln entsteht. Viele Verpackungen von Herstellern werden zunehmend auch mit recycelten Plastik produziert, wodurch sich die Plastikbilanz etwas verbessert, dennoch entsteht dadurch immernoch enorm viel Müll. Aus diesem Grund habe ich mich auch entschieden meine Reinigungsmittel selber herzustellen.

Foto von Magda Ehlers von Pexels

DIY Spülmittel

Das Selber Machen von Reinigern hat auch einen kleinen positiven Nebeneffekt und zwar kann man durch den bewusteren Umgang auch etwas Geld sparen 😉 Unten führe ich mal eine kleine Kostenberechnung durch und zuvor noch ein paar Details. Bei der Berechnung der Preise sind Versandkosten auch inkludiert. Natürlich wäre es besser, wenn ich diese Zutaten in einen Bioladen oder Unverpacktladen gekauft hätte, da bin ich noch am Schauen, wo ich bestimmte Sachen lokal kaufen kann. Meine derzeitige Kalkulation kommt auf ca. 0,68€ pro Spülflasche (ca. 750ml). Der Preis könnte optimiert werden, wenn man einige der Sachen lokal zu ähnlichen Preisen finden würde oder wenn man das Tensid auslässt. Ich habe ein Tensid verwendet, weil ich eine gute Reinigungskraft haben wollte und das Tensid unterstützt die anderen Reinigungssubstanzen und liefert etwas Schaum. Das Facetensid ist zudem auch ein sehr mildes Tensid, was mit wichtig war, denn der Spüli soll gut Hautverträglich sein. Die Kernseife sorgt zudem auch für die dickflüssigere Konsistenz des Spülmittels und je nach gewünschter Konsistenz, den Anteil der Kernseife erhöhen oder mehr Wasser beimischen. Wie genau man einen DIY Spüli herstellen kann, findest du hier (Link zu smarticular).

Fazit: Es schaumt viel weniger als bei einen kommerziellen Produkt. Reinigungskraft ist meiner Meinung nach aber sehr gut.

ZutatEinzelhandelkaufpreisMenge pro Einheit (in g/ml)Preis pro Einheit
Kernseife, Sonett, 100g0,78€200,39€
Tensid (Facetensid, optional)7,90€250,27€
Natron, Hietmann, 350g1,95€200,08€
Ätherisches Öl, 50mlvariabelca. 0,250,03€
Leitungswasser
Summe0,68€
Summe ohne Tensid0,5€
DIY Spülmittel (für ca. 750 ml)

DIY Weichspüler

Unseren Weichspüler habe ich auch ausgetauscht mit einen DIY Weichspüler. Ziel eines Weichspülers ist, dass die Wäsche gut riecht und dass sich unsere Kleidung weich anfühlt. Bei diesen DIY Weichspüler bin ich aber noch am experimentieren und hab noch keine optimale Variante gefunden, aber dennoch möchte ich mein Rezeptur hier veröffentlichen. Bei der Rezeptur habe ich mir die kommerziellen Produkte angeschaut und versucht ein Rezept aus ähnlichen Bestandteilen herzustellen. In allen kommerziellen Weichspülern sind kationische Tenside enthalten und die habe ich in Form von Kurquat eingesetzt. Für die dickflüssige Konsistenz muss man noch Cetylalkohol hinzugeben. Beide Zutaten kann man auch auslassen und ich werde auch noch einen Weichspüler testen, der lediglich aus Essig, ätherischen Öl und Wasser besteht. Das ätherische Öl soll für den frischen Duft nach der Wäsche sorgen. Keine Sorge, die Kleidung riecht durch das Essig bei dieser Dosierung, nach der Wäsche, überhaupt nicht nach Essig. Wie genau man einen DIY Weichspüler herstellen kann, findest du hier (Link zu smarticular).

DIY Weichspüler

Fazit: Die Wäsche riecht nicht nach Essig, sondern hat bei uns derzeit einen leichten Lavendelduft und ist relativ geschmeidig. Ich empfinde diesen krassen Duft von kommerziellen Weichspülern zu stark und unangenehm, da bevorzuge ich die leichte Note Lavendel aus natürlichen Lavendelöl.

ZutatEinzelhandelkaufpreisMenge pro Einheit (in g/ml)Preis pro Einheit
Haushaltsessig, 1L, 5% Säure0,45€600,03€
Ätherisches Öl, 50mlvariabel0,50,06€
Kurquat, 250g (optional)12,95€30,16€
Cetylalkohol (optional)5,49€60,07€
Leitungswasser
Summe0,33€
Summe (ohne Kurquat, Cetyl)0,09€
DIY Weichspüler (für ca. 750ml)

DIY Glasreiniger

DIY Glasreiniger

Fensterreiniger ist super einfach herzustellen. Man benötigt nicht viel und es lässt sich sehr schnell herstellen. Reinigt Glasflächen sehr gut! Ein hochpreisiger kommerzieller Glasreiniger kostet im Drogeriegeschäft zwischen 1,55€-1.65€. Bei meinen kalkulierten Preis von 0,21€ und der Annahme, dass ein kommerzieller Glasreiniger 1,65€ kostet, erzielen wir eine Ersparnis von 87,27%.

ZutatEinzelhandelkaufpreisMenge pro Einheit (in g/ml)Preis pro Einheit
Essigessenz 25% verdünnt auf 5%1,45€ 2000,18€
Ätherisches Öl, 50mlvariabel0,250,03€
Leitungswasser
Summe0,21€
DIY Glasreiniger (für ca. 500ml)

Ich habe auch schon versucht Zahnpasta selber herzustellen, allerdings bin ich noch kein großer Fan davon und bin zurzeit wieder zur herkömmlichen Zahntube gewechselt. Less-Waste ist gut, aber es muss auch einem zustimmen und der Einsatz sollte auf einen selbst zugeschnitten sein.

Wie man auch erkennen kann, können DIY Reiniger preislich locker mit kommerziellen Produkten mithalten, d.h. man spart auch ein bisschen Geld. Eine herkömmliche Spülmittelflasche erhält man im Einzelhandel schon für ca. 0,7€ und Weichspüler ca. für 1€. Vor allem beim Weichspüler kann man mächtig sparen, wenn man die einfache Variante mit Essig verwendet.

Seit dem Zeitpunkt des Erstellen dieses Blogartikel haben wir 6 Spülmittelflaschen und 5 Weichspüler eingespart. Ich verwende immer die selben Plastikflaschen für die Reiniger.

Eingespartes ProduktAnzahl
Anzahl gesparter Spülmittelflaschen6
Anzahl gesparter Weichspülerflaschen5
Anzahl gesparter Glasreinigerflaschen1
Letzte Aktualisierung: 28.03.2021

Weitere Einspar-Tipps

  • Holzbürste und/oder Spülschwamm
  • Servietten aus Recyclingpapier
  • Papiertüten für Biomüll
  • Obst/Gemüse unverpackt
  • Eigene Einkaufstaschen
  • Leitungswasser anstatt verpacktes Wasser
  • loser Tee
  • feste Seife
  • Reparieren vs Neukauf
  • Glas- oder Edelstahlstrohhalme

Also Geld sparen und bewusstes Konsumverhalten helfen nicht nur das Portmonee zu schonen, sondern auch der Umwelt. 😉

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