Pflanze wächst aus einen mit Geldmünzen gefüllten Glas

Anleitung zum Supersparer

Eine Methode das verfügbare Einkommen zu erhöhen, ist durch die Senkung der Kosten. Wir unterscheiden zwischen fixen und variablen Kosten, also zwischen Kosten, die regelmäßig entstehen und Andere die willkürlich entstehen. Dieser Weg der Einkommenserhöhung ist deshalb der Leichtere, weil wir meistens direkte Kontrolle über unsere Kosten haben und Maßnahmen in diesem Bereich schon sehr schnell Wirkung erzielen. Eine Gehaltserhöhung ist nicht ohne Weiteres zu erreichen und ist zudem abhängig von externen Personen, die wir nur indirekt beeinflussen können. Geld sparen ist leichter gesagt als getan, schließlich müssen wir unser Konsumverhalten abrupt anpassen und auf Dinge verzichten, die uns zunächst als unersetzlich erscheinen, doch größenteils entbehrlich sind. Alle Kostensenkungen, die auch mit einer Verhaltensänderung einhergehen sind offensichtlich die schwierigsten Baustellen und die sollte man am Ende in Angriff nehmen, Meistens sind die Kosten verbunden mit Freizeitaktivitäten oder schlechten Angewohnheiten und letztere müssen wir uns erstmal abgewöhnen.

Solltest du diese Anleitung befolgen, dann wirst du deine Kosten im Griff haben und durch diese Kontrolle wirst du weniger Zeit über das finanzielle Chaos verschwenden und kannst andere Dinge in Angriff nehmen, wie z.B. an der Einkommensschraube zu drehen 😉

1. Haushalsbuch führen

Finde heraus, wo deine Kosten entstehen und wie viel du pro Monat überhaupt ausgibst, nur so können wir unseren Fortschritt und monatlich verfügbares Einkommen richtig kalkulieren. Dafür kannst du Apps, Programme oder auch Excel benutzen, wichtig ist nur, dass du deine Kosten penibel dokumentierst und nichts auslässt.
Anmerkung: Versuche dich auf ein Medium zu konzentrieren, welches leicht zu verwalten ist und auch leicht zugänglich! Das Aufschreiben bedeutet Aufwand und je einfacher wir das gestalten, umso leichter wird es uns fallen die Kosten aufzuzeichnen. Stelle sicher, dass deine Daten sicher verwahrt sind, ich persönlich habe meine Datei in einen Onlinespeicher abgelegt, sodass ich jederzeit darauf zugreifen könnte. Einfachheit und Verfügbarkeit sind also die Schlagwörter!

2. Durchforste deine fixen Kosten

Fixe Kosten fallen regelmäßig an, wie z.B. Miete, Fahrkarte, ABOs, Versicherungen, Mitgliedschaften und Angewohnheiten. Diese Kosten sind überschaubar und können relativ einfach angepasst werden.

Miete sparen? Das ist nur in dringlichsten Fällen zu empfehlen und nicht einfach umsetzbar, vor allem wenn du in einen Ballungsgebiet wohnst, wo Wohnungen ohnehin schon schwierig zu bekommen sind. Eventuell kann man darüber nachdenken, eine Wohngemeinschaft zu gründen und dadurch die Mietkosten aufzuteilen.

Fitnessmitgliedschaft prüfen – Du hast eine Fittnessclubmitgliedschaft und deine Spitzenphase ist zu Beginn des Neujahr und flaut nach zwei Wochen wieder ab? Vielleicht solltest du deine Mitgliedschaft überdenken und probiere es doch mal mit Training von zu Hause. Du sparst Geld, Zeit und den nervigen Weg zum Fitnessstudio.

Kosten teilen? – In der Gemeinschaft liegt die Stärke und vielfach könnt ihr Kosten sparen, indem ihr euch mit anderen zusammen tut. Am Besten ihr sucht euch einen “Kostenspar-Partner” oder teilt euch die Kosten mit euren Lebenspartner. Mitgliedschaften für Netflix, Streaming oder Amazon Prime lassen sich so aufteilen und ihr spart mindestens 1% der Kosten (oder auch mehr) . Nutzt eure Synergien aus!

Fahrrad fahren? – Das tut nicht nur euren Portmonee gut, sondern ist gleichzeitig auch gut für eure Fitness! Solltest du noch unerfahren sein, dann empfehle ich Dir erstmal langsam auf das Fahrrad umzusteigen und ggf. 1-2x die Woche Fahrrad zu fahren. Das hängt auch von der Gesamtstrecke ab, je größer die Distanz, umso anstrengender wird die Fahrt. In Berlin ist man gut unterwegs mit den Fahrrad und man spart die Abokosten für das Monatsticket oder die Kosten für Betrieb und Wartung des Autos. Solltest du Auto fahren, dann hast du ein enormes Sparpotential, allerdings ist das Fahrrad fahren mit einen erheblichen Eingriff in unseren gewohnten Alltag verbunden und erfordert sehr viel Disziplin und Motivation. Fall es Dir mit dem Fahrrad zu anstregend ist, dann benutzte doch lieber die öffentlichen Verkehrsmittel anstatt das Auto zu verwenden.

Versicherungen prüfen und ggf. kündigen? – Dein Versicherungsschutz hängt natürlich von deiner persönlichen Präferenz ab und wenn du ein sehr sicherheitsbezogener Mensch bist, dann kannst du ja die bestehenden Versicherungen behalten und anstelle sie komplett aufzulösen, suchst du einfach nach günstigeren Anbietern und sparst auf diesem Wege Geld.

Bankgebühren? – Velangt deine Bank mittlerweile Kontoführungsgebühren? Ein Wechsel zu einer anderen Bank kann Dir diese monatlichen Belastungen ersparen. Am Besten schaust Du nach Direktbanken, dabei handelt es sich meist um reine Online-Banken, die kein Filialnetz betreiben oder auf Filialen von Partnerbanken setzen. Direktbanken haben deswegen einen Kostenvorteil gegenüber den Hausbanken und bieten daher meist kostenfreie Girokonten an.

Nachfolgend findest Du eine Checkliste für die Fixkosten. Prüfe alle Punkt einmal durch und überlege ob es bei Dir dort Sparpotential gibt. Ich denke in diesem Bereich hat jeder Einsparpotential!

Fixkosten-Checkliste

Fixkosten-Checkliste herunterladen

3. Variable Kosten in Angriff nehmen

Nun beginnt der schwierige Teil und zwar kommt es zu den variablen bzw. schwankenden Kosten und die hängen oftmals mit unseren Angewohnheiten und Vorlieben zusammen. Dazu zählen Kosten wie z.B. Lebensmittel und Getränke, Kleidung, Freizeitaktivitäten, Reisen, Elektronikartikel bzw. Konsumelektronik, Sonderkosten, Autoreparaturen, Kosmetikartikel, Küchenutensilien und Dienstleistungen. Es lässt sich noch viel mehr aufzählen, aber das nur für den Überblick. In diesem Bereich kann man bist ins letzte Detail optimieren und Kosten einsparen, aber leider geht ein kompletter Verzicht auf ein bestimmtes Produkt oftmals mit einer Minderung der Lebensqualität einher. Allerdings müssen wir von wahrgenommer und tatsächlicher Minderung der Lebensqualität unterscheiden. Es gibt Menschen für die ist der Verzicht von Süßgetränken ein erheblicher Einschitt in die Lebensqualität, allerdings neutral betrachtet ist der Verzicht auf Zucker nicht nur gut für die eigenen Kosten, sondern auch für unsere Gesundheit! Es gibt also eine Diskreptanz zwischen wahrgenommer und tatsächlicher Lebensqualitätsminderung!

Checkliste für variable Kosten

Hier könnt ihr die Liste runterladen: FlexKosten-Checkliste herunterladen

Durchschnittliche Lebenshaltungskosten in Deutschland

Die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten der deutschen Haushälte betrugen im Jahr 2017 ca. 2517€ (Quelle: destatis.de). Für einen 5-Personen Haushalt kommen durchschnittlich 3905€ zusammen, wobei der größte Anteil für Wohnen und Energie verbraucht wird. Hier sehen wir bereits, dass wir vor allem im Bereich Energie sehr viel Einsparpotential haben, aber auch in anderen Bereichen können wir sehr viel einsparen. Es gilt hier vor allem Disziplin und Geduld und zwar werden sich die ganzen kleinen Veränderungen Tag für Tag summieren und aus vielen kleinen Schritten wird ein Riesensprung!

Viel Erfolg auf dem Weg!

Weitere Links die Sie interessieren könnten

Minimalismus und finanzielle Unabhängigkeit

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.